Der erste Tag in Auckland
Der Moment ist gekommen: wir landen in Auckland. Wir dürfen uns aus unseren Sitzen erheben und endlich aufstehen. Gehen. Nicht mehr sitzen. Dass wir jetzt in Neuseeland, buchstäblich am anderen Ende der Welt, angekommen sind, realisieren wir beide noch nicht wirklich.
Als erstes ist auch hier wieder die Immigration dran. Wir haben uns natürlich auch gut vorbereitet und haben unser NZeTA schon griffbereit. Nox schafft es auf Anhieb durch die automatischen Schaltertüren. Man muss drei einfache Fragen beantworten, davon eine, ob man schon einmal länger im Gefängnis war. Ich erhalte keinen Zutritt und muss an den persönlichen Schalter. Ich bereite mich aufs Schlimmste vor, die amerikanische Immigration im Hinterkopf habend. "Wie geht es Ihnen?", fragt mich die Frau. Da läuft in meinem Kopf schon ein worst case-Szenario ab. Wieso fragt die mich das jetzt in dem Kontext? Muss ich mich jetzt auf ein langes Prozedere vorbereiten und muss es mir dafür gut gehen? Kann man die Frage irgendwie falsch beantworten? Ich antworte mit einem spontanen "Danke, es war ein langer Flug, wir sind müde" und erhalte dafür ein empathievolles "mhm" zurück. Sie frage mich was wir unternehmen, smalltalkt ein bisschen, wünscht uns eine tolle Reise uns lässt mich passieren. Da freut man sich richtig einzureisen.
Den Bus in die Stadt finden wir, nachdem wir ein paar Personen danach gefragt haben, darunter auch ein paar Schweizer. Die Fahrt dauert eine gute halbe Stunde. Wir reisen in einem Doppeldecker-Bus. Das Wetter ist grau aber es ist mild. Ab und zu regnet es. Und so fahren wir im morgendlichen Arbeitsverkehr auf den Sky-Tower zu.
Wir wissen, dass wir den Rest des Tages nun irgendwie durchbringen müssen, um in den nächsten Tagen nicht komplett dem Jetlag zu verfallen. Das stellt sich schwieriger heraus als gedacht. Unsere Unterkunft dürfen wir erst ab drei Uhr Nachmittags beziehen, unser Gepäck dürfen wir aber in der Zwischenzeit deponieren. Wir trinken einen ersten Cappuccino und machen uns dann auf den Weg in die Stadt. Die Queen street ist DIE Einkaufsstrasse und das Herzstück des Stadtzentrums. So richtig bei der Sache sind wir nicht, ziehen unser Sightseing-Programm tapfer durch.
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| Sky Tower aus Sicht Albert Park |
| Sky City Casino |
| Queen Street |
| Ich mit Kiwi |
Wir machen ein paar Einkäufe für die nächsten Tage und essen schliesslich eine hammermässige Bowl in einer Markthalle. Bis zum Checkin dauert es noch gute zwei Stunden und wir entscheiden, in dieser Zeit den Albert Park zu erkunden. Ein kleiner, zentral gelegener Park mit viel Grün, der vielen Arbeitern in der Mittagspause als Erholung dient.
Wir haben noch Pläne nach dem Checkin in ein Café zu sitzen, irgendwo was zu essen. Um vier gönnen wir uns einen Powernap, direkt danach entscheiden wir uns, einfach schlafen zu gehen. Beste Entscheidung ever!
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